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120 Jahre Strom in Halle Westfalen



Vor genau 120 Jahren bekam Halle Westfalen zum ersten Mal Strom:
Im Jahr 1897 – Halle war eine kleine Ackerbürgerstadt mit gerade einmal 2.374 Einwohnern – forderten die Unternehmer Eduard Kisker und Gottlieb Buskühl für die beginnende Industrialisierung Strom. An der heutigen Straße Alter Markt baute man die erste „Electricitäts-Centrale“. Die von einer Dampfmaschine erzeugte Energie floss zuerst in die Betriebe – „zwecks Beleuchtung und Kraftübertragung“. Das ist jetzt 120 Jahre her, genauso lange wie die Erfindung des Dieselmotors, des Schmerzmittels Aspirin oder der Frühstückscerealie Corn Flakes. 120 Jahre – diese Zeitspanne entspricht dem Wirken von vier bis fünf Generationen.









Ersatz fĂĽr Kerze und Ă–llampe

Die neue Technologie „Electricität“ begeisterte die Menschen im ausgehenden 19. Jahrhundert. Ans Stromnetz zu kommen erforderte jedoch hohe Investitionen: Für den Bau der Leitungen von Haus zu Haus, aber auch für den Bau von Leitungen im Hause. Noch in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts war eine Lichtquelle pro Raum Standard. Im Keller gab es Durchbrüche zwischen den Räumen, so brauchte es nur eine Lampe für zwei Räume. Mehrere bis viele Leuchten und zig Steckdosen in allen Räumen, Schalter nahe jeder Tür – alles das sind Errungenschaften der Neuzeit.



470 Kilometer Netz allein in Halle

Heute zählt Halle knapp zehn Mal so viele Einwohner wie 1897. Und ist kein Ackerbürgerdorf mehr sondern eine kleine Industriestadt mit rund 13.000 Arbeitsplätzen. Aus dem ersten Stromgenerator per Dampf ist über die Zeit ein hoch leistungsfähiges Stromnetz geworden: Gut 13.350 Haushalte in rund 6.000 Häusern sind heute an das Haller Stromnetz angeschlossen, dazu rund 3.000 Straßenleuchten und viele Ampeln. Der Strom kommt aus zwei Überlandnetzen in Halle an. Hier wird er in zwei Übergabestationen in Hesseln und Künsebeck auf 122 Ortsnetzstationen und 52 Trafostationen bei zum Beispiel Firmen verteilt. Das gesamte Haller Stromnetz hat heute eine Länge von über 470 Kilometern. Und es wächst mit jedem Straßenbau und jedem Neubau ein kleines Stück weiter.



Von der EinbahnstraĂźe zur Autobahn

Die größte Herausforderung der letzten 25 Jahre war und bleibt die Integration von mittlerweile mehr als 500 Stromerzeugenden Anlagen in der Stadt. Das sind zum einen wenige große Windräder, zum anderen viele kleine und große Photovoltaikanlagen, in denen Strom aus Sonne hergestellt wird. Waren die Stromleitungen lange Einbahnstraßen von den Kraftwerken zu den Abnehmern, sind es heute mehrspurige Schnellstraßen, die von der TWO Tag für Tag und Jahr für Jahr gemanagt werden müssen.



Heute so selbstverständlich wie nie zuvor

Denn Strom ist heute so selbstverständlich wie nie zuvor. Jeder hat ein Dutzend und mehr Geräte täglich in Verwendung, die alle auf Strom angewiesen sind. Und damit schließt sich auch schon wieder der Kreis, denn wer würde heute schon auf die knusprigen Flocken des Herrn Kellog, auf die Schmerztabletten von Herr Hoffmann verzichten wollen. Die Diskussion um den Diesel schlägt gerade hohe Wellen – während immer mehr Menschen an den Kauf von Elektroautos denken. Aber das konnten 1897 weder Rudolf Diesel noch die Väter der Haller Stromversorgung ahnen.

Die TWO versorgt Halle Westfalen seit mehr als 100 Jahren mit Strom und seit mehr als 30 Jahren mit Erdgas und Trinkwasser.