Haller Energiewende

„Immer an Ihrer Seite. Das ist unser Auftrag und Anspruch als lokaler Energieversorger. Wen Sie es warm haben, wenn Ihre Maschinen brummen, wenn Sie morgens duschen oder abends vor dem Fernseher entspannen – dann machen wir unseren Job.“
„Energiekultur 3.0 beschreibt den sich verĂ€nderten Umgang mit Energie und ist sozusagen die dritte Entwicklungsstufe nach Holzhacken und Ofenheizung sowie dem furchtlosen Energiekonsum der 70er Jahre. Jetzt gilt es, den gewohnten Komfort durch eine kluge Nutzung neuer Technologien zu erhalten.“

Ihr Ansprechpartner

Detlef Wemhöner, GeschĂ€ftsfĂŒhrer
Telefon: 05201 858-211
E-Mail: gf@two.de

Die Energiewende ist die wohl grĂ¶ĂŸte Herausforderung fĂŒr unser Land seit Wiederaufbau und Mauerfall. Jeder kann einen Beitrag dazu leisten, in dem er bewusster mit Energie umgeht. Wir vom Energieversorger Technische Werke Osning GmbH versuchen, die Energiewende hier bei uns in Halle Westfalen aktiv zu gestalten. Machen Sie mit!


Haller Energiekultur 3.0

Die Kleinstadt Halle Westfalen ist ein Industriestandort, der so viel Energie verbraucht wie eine Stadt mit sechs Mal mehr Bewohnern. Das macht es fĂŒr die örtliche Energieversorgerin Technische Werke Osning GmbH nicht leichter, ihr Energiekonzept fortzuschreiben: Wasserkraft gibt es vor Ort nicht in nennenswerter Menge, fĂŒr die bessere Nutzung von Windkraft gibt es keine weiteren wirtschaftlichen Standorte mehr. Das Thema Biogas ist weitgehend ausgereizt. Was bleibt als Beitrag fĂŒr die Energiewende? Unsere Strategie fĂŒr die nĂ€chsten zehn Jahre steht auf vier SĂ€ulen:

netzausbau-energieDie Netze fĂŒr Strom und Erdgas sind in der Vergangenheit dafĂŒr gebaut worden, die Energie vom Erzeuger zum Verbraucher zu liefern. Deshalb muss man sich die LeitungsgrĂ¶ĂŸen bestehender Versorgungsnetze auch wie BĂ€ume vorstellen, deren Äste sich von unten nach oben immer weiter verjĂŒngen. Seit den 90er Jahren sind in Halle Westfalen rund 500 Energieerzeugungsanlagen entstanden. Die Mehrzahl der kleineren findet sich im engeren Stadtgebiet, die ganz großen in den lĂ€ndlichen Bereichen, wie das Energie-Erzeugungskataster der TWO zeigt. Der weder national noch lokal abgeschlossene Umbau von einer zentralen auf eine dezentrale Erzeugung erfordert ein grundsĂ€tzliches Umdenken sowie viele sorgsam geplante Umbauten im Netz.

Neue Stationen – neue Leitungen

Gerade fĂŒr die großen Anlagen – unabhĂ€ngig davon, ob sie Energie aus Sonne, Wind oder Biomasse erzeugen – mussten und mĂŒssen neue Übergabepunkte wie zum Beispiel Trafostationen gebaut und Leitungen verstĂ€rkt oder erneuert werden. In diesem Zusammenhang ist das Mittelspannungsnetz (10 KV) in Halle bereits völlig neu strukturiert worden. Dabei wurden auch große Teile der Freileitungen demontiert, Kabel unter die Erde verlegt sowie einige Stiche zu neuen Ringleitungen umgebaut.

Viele neue WohnhĂ€user und Firmen anschließen

Parallel arbeitet die TWO bestĂ€ndig an der Erweiterung der Haller Energieversorgungsnetze: fĂŒr neue Baugebiete wie die Bachweide, den Berghof oder den Weidenkamp. Aber auch fĂŒr neue Gewerbe- und Industriegebiete wie die Hegelstraße oder den Ravenna Park. HierfĂŒr sind viel Fachwissen, viel Arbeit und viel Geld nötig. Und auch Erfahrung in Kombination mit klugen Prognosen, um sich vorzustellen, wie sich Bedarf und Erzeugung in den kommenden Jahren noch verĂ€ndern können.

Halten der Netzspannung wichtig

Die hohe Zahl von Stromerzeugungsanlagen erfordert auch eine erhöhte Überwachung der Netzspannung. HierfĂŒr wird die Kontrolltechnik erweitert, die Schutztechnik in Übergabe- und Trafostationen umgebaut. Dabei mĂŒssen auch neue NotfallplĂ€ne erarbeitet werden, weil alle Experten mit einer zunehmenden Zahl von Störungen rechnen.

Auf mehr StörfÀlle vorbereiten

Nicht zuletzt ist die Energiewende auch eine Herausforderung in Sachen Kommunikation: Denn die strukturelle VerĂ€nderung der Energieversorgung kann trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kĂŒnftig vermehrt an der letzten Verbrauchstelle spĂŒrbar werden. Hier ist es Aufgabe der Netzexperten der TWO, jeden Endverbraucher, der zum Beispiel Strom fĂŒr hoch empfindliche Produktionsanlagen nutzt, mit den neuen Rahmenbedingungen vertraut zu machen. DafĂŒr, dass die negativen Begleiterscheinungen der Energiewende in Halle so gering wie möglich bleiben, arbeiten die Planer und Techniker der TWO jeden Tag.

Herausforderungen der Zukunft fĂŒr den Netzbetrieb

Erhalt der VersorgungsqualitÀt

  • Strom: Viele neue Einspeiser sowie eine stark schwankende Arbeit von Wind- und Sonnenkraftwerken machen die aktive Haltung von Spannung und Frequenz zu einer der wichtigsten Aufgaben. Wir arbeiten an Szenarien und HandlungsgrundsĂ€tzen fĂŒr den Fall, dass zu starke Schwankungen die Überlandnetzbetreiber zwingen, einzelne oder mehrere StĂ€dte fĂŒr eine gewisse Zeit vom Netz zu nehmen.
  • Gas: Der Anschluss einer sehr großen Biogaserzeugungsanlage an das Haller Netz und an die Haupttransportleitung der WWE ist umgesetzt, jetzt mĂŒssen die Auswirkungen der Einspeisung laufend ĂŒberprĂŒft werden.

Erhalt der Wirtschaftlichkeit

  • Erdgas: Der zu geringe Verbrauch von nach neuesten Standards gebauten HĂ€usern macht die Versorgung neuer Baugebiete mit Erdgas unwirtschaftlich. Ein Return on Invest (ROI) ist ĂŒber die zuvor ĂŒblichen Laufzeiten mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr darstellbar.

Umbau zu Smart Grids

  • Strom: Die Netze der Zukunft sollen Smart Grids sein – vollĂŒberwachte Energietransport­strĂ€nge, in denen ganz viel ĂŒberwacht, gesteuert und letztlich auch abgerechnet werden muss. Deshalb wird aller Voraussicht nach der Kontroll- und Steuerungsaufwand in den Netzen immer weiter zunehmen. HierfĂŒr werden Installation und Betrieb von noch mehr Mess-, Steuer- und Regeltechnik (MSR) nötig sein.

VerÀnderungen im Verbrauch

  • Strom: Eine gĂ€nzliche UnabhĂ€ngigkeit von Ă€ußeren Zulieferern wird es auf absehbare Zeit weder im Stromnetz noch im Gasnetz geben, denn Halle ist ein Industriestandort. Die aktuellen Prognosen deuten darauf hin, dass der Gasverbrauch langsam weiter sinken wird. Beim Stromverbrauch kann es jedoch zu deutlichen Steigerungen kommen, zum Beispiel wenn die Zahl der Haushalte weiter zunimmt oder wenn vermehrt Elektroautos ĂŒber die Straßen rollen. Die Netzmanager mĂŒssen bei Umbauten weit in die Zukunft denken und sich auf unterschiedliche Szenarien vorbereiten.

Die Technische Werke Osning GmbH ist sich ihrer Verantwortung fĂŒr den Klima- und Ressourcen-Schutz bewusst. Und ihr ist die langfristige Versorgungsicherheit des attraktiven Wohn- und Wirtschaftsstandorts Halle Westfalen ein wichtiges Anliegen. Deshalb fördert die TWO seit vielen Jahren Effizienzmaßnahmen Ihrer Kunden. Aktuell sind dies:

  • die Heizungssanierung mit dem Umstieg auf den umweltschonenden Brennstoff Gas
  • die Anschaffung eines Erdgas-Fahrzeugs
  • die Anschaffung eines Elektro-Autos
  • der Kauf eines Elektro-Zweirads
  • der Kauf eines hocheffizienten HaushaltsgroßgerĂ€ts oder Staubsaugers

Hier finden Sie unser TWO-Umweltprogramm 2017 zum Download

Ein wichtiger Baustein unseres Programms ist die Info-Offensive Energieeffizienz. Wir werden weiter versuchen, den Hallern fortlaufend Impulse zu geben, intelligenter als bisher mit der wertvollen Ressource Energie umzugehen. Dies kann durch Berichte ĂŒber erfolgreiche Konzepte vor Ort sein, das können Hinweise auf neue bundesweite Förderprogramme oder GesetzesĂ€nderungen sein. Auch zum aktuellen Stand der Energiewende sowie zu den laufenden Diskussionen werden wir die Haller informieren. Dies geschieht ĂŒber eigene Medien ebenso wie ĂŒber die lokalen Tageszeitungen, AnzeigenblĂ€tter und Online-Blogs.

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Öffentlichkeitsarbeit liegt darin, Kinder und Jugendliche fĂŒr das Thema Energieeffizienz zu gewinnen. Dabei hilft uns unsere ErklĂ€rfigur „LEDi“, die im Stadtmagazin Haller Willem jeden Monat eine Kinderseite prĂ€sentiert. Mehr dazu finden Sie hier.
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Strom aus erneuerbaren Energiequellen, grĂŒner Strom, Ökostrom – das fordern seit Jahren viele. Doch kaufen tun es nur wenige. Obwohl immer mehr davon erzeugt wird.

Im Rahmen ihres Energiekonzepts 2014 bis 2024 hat sich die Haller Energieversorgerin Technische Werke Osning GmbH zum Ziel gesetzt, bis zu 100 Prozent der Haller Haushalte mit grĂŒnem Strom zu versorgen. Anfangs haben wir versucht, immer mehr Kunden fĂŒr grĂŒnen Strom zu gewinnen. Doch das wurde nicht einfacher, sondern nur schwerer.

Deshalb haben wir uns entschieden, ab dem 1. Januar 2017 nahezu alle Produkte und Tarife auf 100% Strom aus Wasserkraft umgestellt. Diese Umstellung erfolgt ohne Mehrkosten fĂŒr unsere Kunden. Mehr Infos dazu und unser aktuelles Zertifikat finden Sie hier.

Inmitten der Energiewende werden Änderung der politischen Rahmenbedingungen wie zum Beispiel der nationalen Förderrichtlinien heftig diskutiert. Der Zubau an neuen Erzeugungsanlagen schwankt stark. Er ist abhĂ€ngig von der aktuellen Förderpolitik vor allem des Bundes. Die TWO zwingt diese große Menge an Unsicherheiten dazu, nicht alle Ressourcen auf eine Karte zu setzen, sondern sich eine maximale FlexibilitĂ€t zu erhalten, die auch kĂŒnftig Antworten auf sich verĂ€ndernde Aufgaben erlaubt.

Hier finden Sie eine Zwischenbilanz nach zwei Jahren TWO-Energiekonzept



Haller mit Energie

Unsere Kunden gestalten die Energiewende bereits heute mit. Und dabei unterstĂŒtze die TWO sie gerne. Hier finden Sie Beispiele fĂŒr Haller mit Energie:

„Jeder will mit dem Twizy Probe fahren“

Am meisten Spaß hat Hartmut Bögeholz, wenn er milde lĂ€chelnd an einer Tankstelle vorbeifahren kann. Denn seine ist die Steckdose daheim: Der 48-jĂ€hrige Techniker, TWO-Kunde auf der Grenze zwischen KĂŒnsebeck und Amshausen, hat in den vergangenen Jahren wie kaum ein Zweiter Erfahrungen mit dem Elektroauto sammeln können. Seit MĂ€rz 2013 fĂ€hrt er einen Renault Twizy, mit zwei Sitzen hintereinander, 80 km/h schnell, 18 PS stark, knapp 10.000 Euro teuer. Auf dem Tacho haben sich bis heute rund 24.000 Kilometer angesammelt.

Ein Zweitfahrzeug gibt es auf dem Resthof am Schnatweg zwar noch, doch Bögeholz ist meistens mit dem leichten Zweisitzer unterwegs. Sommers wie winters. Zur Arbeit. Zum Einkaufen mit LebensgefĂ€hrtin Verena. Oder mit Sohn Alexander (14) mit Ziel Schule oder Handballspiel. Nur bei Schnee und Glatteis bleibt der Stromer im Schuppen, denn es gibt keine WinterrĂ€der. Eine Heizung ĂŒbrigens auch nicht – die Bögeholzens stecken sich einfach ein Körnerkissen unter die dicke Jacke.

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FĂŒr Hartmut Bögeholz ist der minimalistische Twizy ideal: „Mehr Auto brauche ich einfach nicht.“ Ende 2017 wird die A33 an der Abfahrt KĂŒnsebeck ankommen – zwei Steinwurf von seiner HaustĂŒr entfernt. Dann gibt es ein neues E-Auto. Aber auch nur, „weil es mindestens so schnell sein muss wie die Lkw auf der Autobahn“.

Knapp 30 Kilometer sind es von seinem Zuhause in KĂŒnsebeck bis zu seinem Arbeitsplatz in Schloss Holte. Auf der B68 kann er in dem E-Auto gut mitschwimmen. FĂŒr mehr ist der freche Renault nicht gemacht. Die Kaufleute begeistern vor allem die geringen Spritkosten: „Ich brauche jetzt 8 Cent pro Kilometer, mit dem Verbrenner waren es zuvor noch 20 Cent.“ Die Kollegen loben die simple Technik. Sein Chef erlaubt, dass er seinen Twizy per VerlĂ€ngerungskabel vor dem BĂŒrofenster auflĂ€dt. KĂŒnftig will das Unternehmen erstmalig zwei Elektromobile in seinen Fahrzeugpool aufnehmen. Bögeholz freut das Interesse: „Jeder will erstmal eine Probefahrt machen.“ Alle guten Argumente fĂŒr ein E-Auto hat er parat, alle mehr oder weniger sinnvollen EinwĂ€nde dagegen kennt er auch schon. Das Sich-vorab-Schlaumachen, das DafĂŒr-Entscheiden, das ausdauernde Ausprobieren und auch das DafĂŒr-die-Trommel-RĂŒhren sind seine BeitrĂ€ge zur Energiewende.

Eine PV-Anlage auf dem Scheunendach hat Hartmut Bögeholz schon vor Jahren gebaut, sich vieles andere mehr angeschaut. So zum Beispiel das Vertikal-Windrad auf dem TWO-GebĂ€ude. Oder eine Thermosolaranlage fĂŒr das Mehrgenerationen-Wohnhaus. So spannend das eine oder andere erscheint, bleibt es vorerst auf dem Merkzettel, weil es sich noch nicht rechnet.

Über allem steht der Wunsch, dass mehr Menschen schonender mit unserer Umwelt umgehen. Diese Denke ist in der Familie Bögeholz seit Generationen fest verwurzelt. Was wenig wundert, denn bis zum Ende der 80er Jahre war die Besitzung noch ein Bauernhof mit Feldern, Weiden und Nutztieren.

Mit Augenmaß zur WohlfĂŒhloase

Als die Siedlung um die Straße Langer Brink in den 50er Jahren geplant und realisiert wurde, achtete niemand auf eine energetische energiesparende Bauweise. Mehr als 60 Jahre spĂ€ter ist das Thema bei vielen Hausbesitzern Nummer eins auf dem Zettel, wenn es um Modernisierung der eigenen vier WĂ€nde geht.

So auch bei Familie Iselt: 1984 zog die Familie in das zweistöckige Haus. Und begann sofort mit der Modernisierung. Neben dem Wintergarten setze sie damals auf eine Niedertemperaturheizung mit Öl als Brennstoff. „Das war damals das Modernste auf dem Markt“, erinnert sich Ralf Iselt. Doch nach 25 Jahren war 2012 die Zeit gekommen, ein neues energetisches Konzept umzusetzen. Dieses erarbeitete er zusammen mit einem Energieberater der Stadt Halle. Kleine aber effiziente Schritte sollten es sein. Denn der Familienvater weiß, „die Sanierung muss sich auch finanziell lohnen.“ Die niedrigen Zinsen am Finanzmarkt und die Förderung seines heimischen Energieversorgers, der Technischen Werke Osning GmbH, stĂ€rkten seine Entscheidung.

Ralf IseltEin StĂŒck LebensqualitĂ€t: Ralf Iselt genießt vor seinem Wintergarten die Abendsonne und freut sich mit seiner Familie ĂŒber eine höhere WohnqualitĂ€t im 60 Jahre alten Haus dank der Sanierung mit Augenmaß.

So baute er eine energieeffiziente Erdgasheizung ein, ließ seine mit Hohlsteinen gebauten WĂ€nde mit Isolierung ausblasen und sorgte mit dreifachverglasten Fenstern fĂŒr ein neues, muckeliges WohngefĂŒhl. Außerdem bekam das Haus ein neues Dach inklusive einer modernen Isolierung.

Das alles machte die Familie nicht umsonst. „NatĂŒrlich hat man das Energiesparen immer im Hinterkopf. Wichtig fĂŒr mich war allerdings auch, dass ein gutes Raumklima herrscht und wir eine tolle WohnqualitĂ€t haben“, sagt Iselt. Außerdem mĂŒssen sich die Iselts heute weniger um die Heizung kĂŒmmern. Kein Vergleich von Ölpreisen, kein Einkauf des Kraftstoffes. „Und wir sparen gut 30 bis 40 Prozent Heizkosten im Jahr“, freut sich die Haller Familie. Die Sanierung an dem Haus schloss sie 2014 ab. Seitdem lebt sie in ihrer eigenen WohlfĂŒhloase. Die WĂ€nde sind spĂŒrbar wĂ€rmer und die LebensqualitĂ€t ist durch die Umbaumaßnahmen deutlich gestiegen. Jetzt heißt es zurĂŒcklegen und genießen.

Immer eine Idee besser sein

Die KreiswohnstĂ€ttengenossenschaft KWG ist mit 1.735 Wohnungen eine der grĂ¶ĂŸten Vermieterinnen
im Kreis GĂŒtersloh. Das Haller Unternehmen betreut mit einem 22-köpfigen Team etwa 3.000 Mieter. Die profitieren vom anhaltenden Erfolg ihrer Genossenschaft und von regelmĂ€ĂŸigen Investitionen in HĂ€user und Wohnungen.

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Die meisten MehrfamilienhĂ€user am Ulmenweg haben KWG-Chef Sven Eisele und sein Team bereits modernisiert. Die Mieter freuen sich ĂŒber geringere Heizkosten, große Balkone und Terrassen sowie vorgebaute HauseingĂ€nge, in denen Platz fĂŒr Kinderwagen und Rollatoren ist.

Im achten Jahr fĂŒhrt Vorstand Sven Eisele (49) die KWG. Seither hat sich viel getan: Ein Großteil der MehrfamilienhĂ€user, die ĂŒberwiegend in den 60er- und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gebaut worden sind, wurden bereits rundum saniert. Der Fokus lag dabei nicht nur auf Heizungsanlage, neuen Fenstern und
optimaler WĂ€rmedĂ€mmung, sondern auch auf mehr Komfort durch große Balkone und vergrĂ¶ĂŸerte Eingangsbereiche. Dabei sind allein in den letzten drei Jahren im Haller Wohngebiet Ulmenweg 20 Wohnungen barrierearm umgebaut worden.

Bei Neubauten, die die KWG nach wie vor plant und realisiert, gilt es, dem Markt genau das zu bieten, was gebraucht wird. Das waren und bleiben Komfortwohnungen fĂŒr Senioren. Und das sind neuerdings auch wieder Wohnungen fĂŒr große (Patchwork-)Familien oder Kompaktwohnungen fĂŒr in Scheidung lebende Elternteile. Eisele: „Wir bauen jetzt erstmalig 60-Quadratmeter- Wohnungen mit drei Zimmern. So bieten wir Trennungshaushalten eine bezahlbare Möglichkeit, einem Kind, das in der
Woche beim anderen Elternteil lebt, ein eigenes Zimmer zu geben.“ Letzteres war eine architektonische Herausforderung, wie Eisele sie mag: „Wir versuchen immer ein bisschen besser zu sein als andere Vermieter.“ DafĂŒr stehe der eigene Hausmeisterservice, der sich um vieles schnell kĂŒmmere. DafĂŒr stehen innovative Konzepte bei Neubau und Sanierung. Oder die offene Kommunikation mit den Mitgliedern und Mietern der Genossenschaft.

Die KWG will auch in den kommenden Jahren jeweils zwischen drei und vier Mio. Euro in den Werterhalt und Wertzuwachs der eigenen Immobilien stecken. Dabei setzt Eisele vor allem auf langjĂ€hrige Partner vor Ort. Wie auch bei der Energieversorgung, fĂŒr die in Halle die TWO zustĂ€ndig ist. Eisele: „Uns ist wichtig, dass wir uns auf unsere Dienstleister in jedem Fall zu einhundert Prozent verlassen können.“ Die KreiswohnstĂ€ttengenossenschaft KWG ist mit 1.735 Wohnungen eine der grĂ¶ĂŸten Vermieterinnen im Kreis GĂŒtersloh. Das Haller Unternehmen betreut mit einem 22-köpfigen Team etwa 3.000 Mieter. Die profitieren vom anhaltenden Erfolg ihrer Genossenschaft und von regelmĂ€ĂŸigen Investitionen in HĂ€user und Wohnungen.

Altes Haus ist jetzt fit fĂŒr die Enkel

Henning Niebuhr hat ein Eigenheim, wie viele andere in Halle auch: Gebaut in den spĂ€ten 50er Jahren, eineinhalbgeschossig, zwei Wohnungen, eine unten, eine oben. Der große Unterschied ist, dass der 55-JĂ€hrige die energetische Sanierung seines Hauses bereits hinter sich hat.
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Als der KĂŒnsebecker das Haus vor zehn Jahren ersteigerte, waren die Fenster und die Elektrik schon erneuert.
Als nĂ€chstes galt es, die HausanschlĂŒsse und die BĂ€der zu sanieren. Vergangenen Herbst startete dann die ganz große Aktion: die komplette Heizungsanlage wurde nach knapp 30 Jahren ausgetauscht, die AußenwĂ€nde mittels EinblasdĂ€mmung isoliert und Anfang 2014 das Dach komplett erneuert. Bei der Heizung fiel die Wahl auf Erdgas von der TWO. „Ich war das stĂ€ndige Beobachten des Heizölpreises und das Nachbestellen leid“, sagt der 55-JĂ€hrige. Gas sei eine saubere Sache und die 400 Euro von der TWO eine gute Entscheidungshilfe. Am meisten freuten sich die Hausbewohner ĂŒber den weiteren Kellerraum, der nach dem Ausbau des 5.000 Liter-Öltanks frei wurde. Mehr Platz gab es auch im Dachgeschoss: Gauben wurden angehoben, jetzt gibt es mehr Licht und ein besseres RaumgefĂŒhl in der Wohnung, in der Sohn Pascal mit seiner Frau und drei kleinen Kindern lebt.
Die bestehende Isolierung wurde auf insgesamt 32 Zentimeter aufgedoppelt. Davon profitierte die junge Familie schon diesen Sommer. WĂ€hrend es draußen ĂŒber 30
Grad heiß wurde, blieb es drinnen schön kĂŒhl. Eine Solaranlage wollten weder der Hausherr, noch sein Sohn: zu hĂ€sslich, zu aufwendig im Bau, zu wenig Ertrag in Relation zur Investition. Strom macht jetzt stattdessen die neue Heizung. Niebuhr und sein Sohn Pascal entschieden sich fĂŒr ein Mini-Blockheizkraftwerk, das gleichzeitig WĂ€rme und Strom erzeugt. Fast zwei Drittel des Stroms können die Niebuhrs dank eines extrem großen Warmwasserspeichers selbst nutzen, den Rest speisen sie ins TWO-Netz ein, erhalten dafĂŒr 10 Cent RĂŒckvergĂŒtung je Kilowattstunde. Anfangs lief die Technik nicht rund, jetzt sind alle zufrieden. Neun solcher Anlagen hat der Heizungsbauer der Niebuhrs bereits installiert, fĂŒnf davon in Halle. Genaue Zahlen hat Henning Niebuhr noch nicht, aber er vermutet, dass der Energiebedarf des Hauses sehr deutlich sinken wird. Ob sich die durch BAFA-Zuschuss und billiges KfW-Geld mögliche 50.000 Euro-Investition damit jemals rechnen wird, ist dem Zahntechniker nicht so wichtig: „Wir wollten dieses HĂ€uschen so herrichten, dass wir, unsere Kinder und vielleicht auch noch unsere Enkel Freude daran haben.“


Hier können Sie Energie sparen

Mehr Energieeffizienz Zuhause und bei der Arbeit

Die Energiewende hier vor Ort in Halle Westfalen aktiv zu gestalten, ist eine Herausforderung fĂŒr uns alle. In dieser Kategorie sammeln wir gelungene Beispiele fĂŒr mehr Energieffizienz in Halle Westfalen und geben Ihnen konkrete Tipps fĂŒr mehr Energieffizienz in Ihrem Alltag.

Experten sind sich einig: Die Zukunft der MobilitĂ€t ist elektrisch. Wir von der TWO beschĂ€ftigen uns schon lange intensiv mit der Entwicklung der ElektromobilitĂ€t. Neben dem Sammeln eigener Erfahrungen mit strombetriebenen Fahrzeugen, dem Aufbau einer Infrastruktur mit solarbetriebenen Elektrotankstellen an der TWO-Zentrale und unseren Förderprogrammen „Haller fahren gut mit Strom“ und „Haller radeln gut mit Strom“ wollen wir die Haller fĂŒr das Fahren mit Strom begeistern. Und wir sind aktiv als Teil einer innovativen Gemeinschaft von 13 Energiedienstleistern in Ostwestfalen-Lippe: Unter dem Zeichen E MOTION machen wir uns stark fĂŒr den Einsatz und die Förderung von ElektromobilitĂ€t.
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Heizen, Waschen, Kochen, Fernsehen – ĂŒberall im Haushalt verbrauchen wir Energie. Wir wir das möglichst effizient tun können, zeigen die Top-Tipps der dena, die wir fĂŒr Sie gesammelt haben:

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Jeder kann etwas gegen hohe Stromkosten tun – indem er seinen Stromverbrauch systematisch senkt. Ob HaushaltsgerĂ€te in KĂŒche und Bad, Computer im Arbeitszimmer oder Unterhaltungselektronik im Wohnzimmer: Sparen lĂ€sst sich mit ein paar Kniffen ĂŒberall. Mit der BroschĂŒre Strom sparen im Haushalt lĂ€dt die Deutsche Energie-Agentur Verbraucher zu einem Stromsparrundgang durch die Wohnung ein.
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Download BroschĂŒre Strom sparen im Haushalt


Daten und Fakten ĂŒber Haller Energie

Um das Thema Energieeffizienz aus den technischen und politischen SphĂ€ren in die RealitĂ€t vor Ort zu ĂŒbertragen, sammelt die TWO seit Jahren alle relevanten Daten fĂŒr den Haller Energieeffizienzreport. Der in dieser Form fĂŒr eine Kleinstadt einmalige Report liefert Jahr fĂŒr Jahr einen Status, der zeigt, welche Anstrengungen unternommen wurden und werden, um dem Ziel eines maximal bewussten Umgangs mit Energie vor Ort nĂ€her zu kommen. Hier finden Sie die wichtigsten Fakten aufbereitet in ĂŒbersichtlichen Grafiken.

Entwicklung des Stromverbrauchs in Halle (in Tsd kWh p.a.)
Erdgasverbrauch nach Segment in kWh p.a.
Wasserverbrauch nach Nutzungsart in cbm p.a.
Entwicklung der Gesamtmenge des vor Ort erzeugten Stroms (in Tsd. kWh p.a.)
Stromerzeugung vor Ort in Relation zur Netzlast gesamt (Anteile an Netzlast gesamt in Mio. kWh p.a.)
Stromerzeugung vor Ort: Entwicklung der Anlagenzahlen
Entwicklung der Stromerzeugungsquote vor Ort(Anteil der Erzeugung vor Ort an verschiedenen NenngrĂ¶ĂŸen in %)
Energie Erzeuger Kataster Halle Westf.

 


Interessante Links

Zum Thema Energieeffizienz finden sich im Internet unzÀhlige Links, Seiten und Texte. Aber nur die wenigsten davon sind objektiv und aktuell. Aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen an dieser Stelle nur die offiziellen Seiten von Bund, Land, Region und Kreis.

Bundesstelle fĂŒr Energieeffizienz
Initiative Energieeffizienz der Deutschen Energie-Agentur
EnergieAgentur.NRW
Energie Impuls OWL
Initiative AltbauNeu des Kreises GĂŒtersloh


Aktuelle Meldung

Freude bei TWO ĂŒber neuen Windpark in Gebersreuth

Halle Westfalen/Gefell. 20. Juli 2017. Wenn im DreilĂ€ndereck von ThĂŒringen, Sachsen und Bayern der Wind krĂ€ftig blĂ€st, sorgt das fĂŒr Freude im westfĂ€lischen Halle: Jetzt ist ein 24-Megawatt Windpark der Trianel Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG

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